Pressestimmen

2011

Erlanger Nachrichten, 11.10.2011

Dialoge mit der Seele

"Ewiges Licht": Das bewegende "Vocanta"-Konzert

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Sabine Kreimendahl

 

 

Fränkische Landeszeitung, 19.04.2011

Fulminanter Auftakt

"Vocanta" interpretiert Bach-Motette und Mozart-Requiem

HERRIEDEN - Ein so ungewöhnlicher wie fulminanter Auftakt für den Reigen der Sommerkonzerte in der Herriedener Stiftsbasilika: Der Erlanger Chor "Vocanta" unter Joachim Adamczewski führte am Palmsonntag Wolfgang Amadé Mozarts "Requiem" (KV 626) auf.

Eine gleichsam auf dem Sterbebett komponierte Totenmesse, vollendet von fremder Hand, als Einstimmung auf die Karwoche: Deutlicher kann man sich von der Schwemme der Passionsoratorien in diesen Tagen kaum absetzen.

"Vocanta" war einst unter dem Namen "Erlanger Grillen" bekannt. Den Anspruch, ein Elite-Klangkörper zu sein, hat das Ensemble auch nach dem Namenswechsel nicht aufgegeben - im Gegenteil: Unter den Kammerchören der Region rangiert diese Formation im obersten Zehntel. Ein Ruf, den auch der Herriedener Auftritt unterstreicht.

Der Chor beginnt mit Johann Sebastian Bachs Motette "Jesu, meine Freude" (BWV 227). Ein Werk, in dem feierliches Totengedenken und stille Heilszuversicht miteinander untrennbar verschmelzen. Adamczewski pflegt zügige Tempi ohne das musikalische Geschehen zu überhitzen. Maximale Wortverständlichkeit ist ebenso wichtig wie pointierte Akzentsetzung und treffsichere Textexegese. Wenn es heißt "Es ist nun nichts Verdammlichs an denen, die in Christo Jesu sind ...", dann muss das als Aussage zentrale "nichts" konturenscharf freigestellt werden - was "Vocanta" mit größter Leichtigkeit gelingt.

Schlackenfrei und klangsatt

Mithin ideale Voraussetzungen, auch Mozarts "Requiem" schlackenfrei und ohne Puderperücken-Larmoyanz über die Rampe zu bringen. Sekundiert von der gleichermaßen klangsatten wie sehnig kraftvollen "Sinfonia Bamberg" gelingt den Erlangern eine Deutung, die sich durchaus mit den stimmigsten Interpretationen der Historischen Aufführungspraxis messen kann. Deren Tugenden wie klar definierte Rhythmik, betonte Vibrato-Absenz oder straffe Temposgestaltung übernimmt Admczewski, reichert den Gesamtklang aber um jenes Quäntchen Opulenz an, das - von Mozart wohl durchaus intendiert - schon die emotionale Dichte der Romantik vorausahnen lässt.

Dabei setzt Joachim Adamczewski auf unbedingte Homogenität auch bei den Solisten. Eva Maria Helbig (Sopran), Daniela Gunreben (Alt), Philipp Farmand (Tenor) und Christian Hilz (Bass) verzichten auf allzu brillante Aufschwünge, allzu spektakuläre Effekte, allzu virtuose Behandlung ihrer Partien.

Es sind zudem relativ leichte, luftige Stimmen, die zum "Chor im Chor" werden und gerade jene Glanzlichter aufsetzen, die es zur Abrundung braucht.

Dieses Mozart-Requiem ist schlank, fast schwerelos - und dennoch kein Leichtgewicht. Ein wundervolles Paradox, das lange im Ohr bleibt.

Hans von Draminski

 

 

Nordbayrische Nachrichten, 16.04.2011

Unsterbliche Musik über den Tod

Bach-Motette und Mozarts Requiem, überzeugend dargeboten von "Vocanta"

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Elke Seyb

 

 

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